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Hepatitis

Hepatitis A

Die Hepatitis A, die im Volksmund etwas unscharf als Gelbsucht bezeichnet wird, ist eine durch das Hepatitis-A-Virus aus der Familie der Picornaviren (ein Kunstwort aus Pico und RNA) ausgelöste akute Entzündung der Leber.


Wie äußert sich eine Hepatitis A?

Das Hepatitis-A-Virus führt wenige Wochen nach der Infektion zu einer akuten Leberentzündung.
Dabei kommt es zu einer fieberhaften Erkrankung mit starkem allgemeinem Krankheitsgefühl. Häufig tritt eine gelbliche Verfärbung der Haut und der Augen auf und gelegentlich auch ziehende Schmerzen im rechten Oberbauch. Die Leberwerte steigen in dieser Phase auf Werte an, die weit über das 10-20 fache der Norm liegen.
Die Erkrankung heilt jedoch in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle innerhalb von ca. einem Monat folgenlos ab. Lediglich bei einem von tausend Erkrankten kommt es zu einem schweren Leberversagen, welches ohne Lebertransplantation tödlich verläuft.
Anders als die Hepatitis B, C oder D wird die Hepatitis A allerdings aus ungeklärter Ursache nie chronisch. Eine durchgemachte Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.


Wie wird die Hepatitis A übertragen?

Die Hepatitis A ist in Deutschland selten geworden. Sie ist aber eine häufige Reisekrankheit, vor allem bei Reisen in tropische Länder (z. B. Südostasien, Afrika). Die Übertragung erfolgt bei niedrigen hygienischen Standards über verunreinigte Lebensmittel, da das Virus in aktiver Form mit dem Kot ausgeschieden wird und bei der Nahrungsaufnahme zur Infektion führen kann.


Wie kann ich mich schützen?

Es existiert eine wirksame Impfung, die vor allem für Reisende in Risikoländer, Angestellte von Großküchen und Kindertagestätten, medizinisches Personal und Klärwerks- und Kanalarbeiter empfohlen wird und einen ca. 10-jährigen Schutz verleiht. Sie wird heute oft mit einer Impfung gegen das Hepatitis B-Virus kombiniert.
Zudem sollten bei Reisen in tropische Länder Verhaltensmaßregeln wie Verzicht auf ungewaschenes Obst und Gemüse, ungekochte Speisen und Leitungswasser (auch Eiswürfel!) eingehalten werden. Ohnehin gebietet sich gründliches Händewaschen vor dem Essen.


Gibt es Therapiemöglichkeiten?

Da keine spezifische Therapie gegen das Virus bekannt ist, erschöpfen sich die Maßnahmen in der Linderung der Symptome. Fiebersenkende Mittel wie Paracetamol helfen gut, man sollte zusätzlich viel trinken, um den durch das Schwitzen entstehenden Flüssigkeitsverlust auszugleichen.


Diese Informationen stellen keinen Ersatz für die professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Der Inhalt von apotheke-westerhausen.de kann und darf nicht dazu dienen, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen. Medikamente sollten niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker eingenommen werden.
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